NeuroCoaching® und Persönlichkeitsentwicklung

Wie Erkenntnisse der Neurowissenschaften Coaching nachhaltiger machen können und Dir ein Leben in Ruhe, Frieden und Freiheit schenken können.

Was ist NeuroCoaching?

NeuroCoaching beruht auf den Erkenntnissen der Neurowissenschaften und weiß, wie eng Gehirn, Psyche und Persönlichkeit verknüpft sind. Die Neurowissenschaften haben eine Theorie darüber entwickelt, dass Blockaden in ganz verschiedenen Hirnstrukturen gespeichert sein können. Deswegen braucht es jeweils spezifische Lösungsansätze, um belastende Erlebnisse wirklich nachhaltig zu heilen. Damit eine effektive Veränderung im Coaching eintreten kann, ist es zunächst wichtig zu wissen, welche Struktur von der Blockade betroffen ist und dann welche Methode hier am effektivsten greift.

Die im Coaching weit verbreitete verbal-kommunikative Methode arbeitet ausschließlich auf der kognitiv-sprachlichen Ebene. Vermutlich kennst Du das: die Idee, Probleme im Gespräch über gezielte Fragen zu lösen. So gut und wertvoll kommunikative Ansätze auch sind, Coachings oder Therapien, die alleine auf dieser Ebene der sogenannten „psychischen Befindlichkeit“ (Verstehen und Erleben) arbeiten, sind leider nicht besonders nachhaltig, wenn nicht drei weitere und und tiefgreifendere Ebenen ebenfalls mit berücksichtigt werden. Erst wenn die Körper- und Verhaltensebene in den Prozess einbezogen werden, findet eine nachhaltige Lösung statt. Dazu braucht es Verfahren, die jenseits von Sprache auf ganz intuitive Art und Weise im bewussten limbischen System wirken. Die unbewusste limbische Ebene ihrerseits freut sich darüber, wenn eine neue Art des Erlebens und Verhaltens geduldig geübt und trainiert wird. Als Dankeschön revanchiert sich mit einem anhaltenden Effekt. Ein paar Gedanken dazu, warum das so ist, erfährst Du hier:

Zu allererst: Wir haben bereits bei der Geburt viele Prägungen und sind beileibe kein „weißes, unbeschriebenes Blatt“.

Noch bevor wir unseren ersten Schrei in dieser Welt tun, bringen wir bereits einiges an Prägungen mit: Von unseren Eltern bekommen wir unser ganz individuelles Erbmaterial. Unsere Ahnen geben uns ihre Erfahrungen als epigenetische Marker mit und das Kollektiv streut auch noch ein paar Themen ein.
Bevor wir im Mutterleib zum immer größeren Zellhaufen heranwachsen, prägt uns die Energie unserer Zeugung. Im Mutterleib selbst vermitteln uns dann das Gehirn und der Körper unserer Mutter weitere Informationen: Wir fühlen, ob wir willkommen sind oder nicht. Hat Mama Stress, fließt er ungefiltert in unser System, genauso wie toxische Stoffe (Alkohol, Nikotin, Drogen usw.) das Wachstum unseres Nervensystems schädigen können. Wir bekommen durch Mamas Plazenta auch wichtige Informationen für ein gutes Immunsystem.
Und wenn es in Dein Weltbild passt, ist auch folgendes stimmig: wir kommen mit einer ganzen Reihe an gelebten Leben, parallelen Existenzen und möglicherweise auch karmischen Verstrickungen hier an und erhalten bei unserer Geburt durch die spezielle Raum-Zeit-Qualität eine weitere wesentliche Prägung.

Sind wir dann auf der Welt, entscheiden die ersten drei Jahre ganz wesentlich über unsere Bindungsfähigkeit. Die späteren Jahre weben sich mit ihren ganz individuellen Erlebnissen weiter in unser System ein und formen schließlich unsere Persönlichkeit.

In jeder Phase unseres Menschwerdens entstehen also wesentliche Aspekte unserer Persönlichkeit, die in den unterschiedlichsten Strukturen unseres Körpers gespeichert sind. Einen Teil davon erfasst die moderne Hirnforschung in ihren Theorien.

Psyche, Persönlichkeit und Gehirn:
Wo unsere Kernpersönlichkeit abgespeichert ist.

Neurowissenschaften und Entwicklungspsychologie gehen davon aus, dass wir unsere Kernpersönlichkeit relativ früh herausbilden. Wie wir uns später verhalten, entscheidet sich bereits in den ersten Lebensjahren durch die Prägungen unseres limbischen Systems.

Aus spiritueller Sicht könnte man natürlich noch fragen: Was ist mit den Erfahrungen aus anderen Inkarnationen oder Raum-Zeit-Dimensionen? Liegen sie vielleicht als Blaupause bereits vor dem Moment unserer Zeugung, und entrollen sich dann nur noch? Ist die Art der Prägung, die wir in den ersten Lebensjahren erfahren, eventuell in einer anderen Struktur bereits ebenfalls „vordefiniert“? Wird unsere Persönlichkeit möglicherweise also noch viel früher geprägt, als die „normale“ Wissenschaft das annimmt? Fragen kann man ja mal…

Bleiben wir aber vorerst mal bei den Neurowissenschaften, beim limbischen System und der kognitiv-sprachlichen Ebene:

Neurowissenschaften und Entwicklungspsychologie gehen davon aus, dass wir unsere Kernpersönlichkeit relativ früh herausbilden. Wie wir uns später verhalten, entscheidet sich bereits in den ersten Lebensjahren durch die Prägungen unseres limbischen Systems.

Aus spiritueller Sicht könnte man natürlich noch fragen: Was ist mit den Erfahrungen aus anderen Inkarnationen oder Raum-Zeit-Dimensionen? Liegen sie vielleicht als Blaupause bereits vor dem Moment unserer Zeugung, und entrollen sich dann nur noch? Ist die Art der Prägung, die wir in den ersten Lebensjahren erfahren, eventuell in einer anderen Struktur bereits ebenfalls „vordefiniert“? Wird unsere Persönlichkeit möglicherweise also noch viel früher geprägt, als die „normale“ Wissenschaft das annimmt? Fragen kann man ja mal…

Bleiben wir aber vorerst mal bei den Neurowissenschaften, beim limbischen System und der kognitiv-sprachlichen Ebene:

Untere limbische Ebene (Limbisch-vegetative Grundachse, Hypothalamus, primär unbewusst)

Sie steuert unsere biologischen Grundfunktionen, sprich alle Mechanismen, die uns am Leben halten und unsere körperlichen Bedürfnisse befriedigen. Man nimmt auch an, dass hier unser Temperament entscheidend geprägt wird. Beeinflusst wird diese Ebene genetisch oder epigenetisch. Damit gilt dieser Bereich gemeinhin nach der Geburt als wenig beeinflussbar, auch wenn Veränderungen hier extrem nachhaltig wären. Seien wir also mal offen für eine gute Portion Wunder oder andere außergewöhnliche Ereignisse.

Mittlere limbische Ebene (Amygdala, Mesolimbisches System, sekundär unbewusst)

Sie ist die unbewusste Ebene unser Persönlichkeit und wird in den ersten drei Lebensjahren über unsere Bindungserfahrungen geprägt. Wie war unser Verhältnis mit unseren engsten Bezugspersonen? Sicher und vertrauensvoll oder instabil? Erfahrungen, die wir als Baby und Kleinkind machen, prägen sich tief in unser System ein und bestimmen maßgeblich, wie wir später in Kontakt gehen können. Veränderungen in dieser Ebene brauchen einen enorm hohen emotionalen Impact. Coaching auf dieser Ebene gilt als sehr langfristig und nachhaltig.

Obere limbische Ebene (Limbische Areale der Großhirnrinde, bewusst oder vorbewusst)

Hier ist abgespeichert, wie wir uns selbst als soziales Wesen wahrnehmen: kann ich kooperieren, Rücksicht auf andere nehmen, Geduld mit mir und anderen haben, kann ich Kompromisse eingehen, mich selbst verwirklichen, mich durchsetzen, bin ich zielstrebig usw. Diese Ebene entwickelt sich mit ca. 4 Jahren und ist mit ca. 19 Jahren abgeschlossen. Coaching auf dieser Ebene ist recht nachhaltig.

Kognitiv-sprachliche Ebene (linke Großhirnrinde, bewusst oder vorbewusst)

Diese Ebene beginnt sich mit ca. 3 Jahren zu entwickeln und verändert sich ein Leben lang. Sie fungiert als unser rationaler Ratgeber, wird stark von der limbischen Ebene beeinflusst, hat aber umgekehrt selbst kaum einen Einfluß auf sie. Sprich: unsere Gefühle und unser Verhalten entsprechen viel stärker den Prägungen unseres limbischen Systems als den Wünschen unseres Verstandes. Starke Emotionen rational und über die Gedanken kontrollieren zu wollen, ist also schwierig bis unmöglich. Findet ein Coaching nur auf dieser Ebene statt, sind die Ergebnisse dementsprechend nur wenig nachhaltig. Die Zeit und Energie dafür können wir uns also getrost sparen.

Untere limbische Ebene (Limbisch-vegetative Grundachse, Hypothalamus, primär unbewusst)

Sie steuert unsere biologischen Grundfunktionen, sprich alle Mechanismen, die uns am Leben halten und unsere körperlichen Bedürfnisse befriedigen. Man nimmt auch an, dass hier unser Temperament entscheidend geprägt wird. Beeinflusst wird diese Ebene genetisch oder epigenetisch. Damit gilt dieser Bereich gemeinhin nach der Geburt als wenig beeinflussbar, auch wenn Veränderungen hier extrem nachhaltig wären. Seien wir also mal offen für eine gute Portion Wunder oder andere außergewöhnliche Ereignisse.

Mittlere limbische Ebene (Amygdala, Mesolimbisches System, sekundär unbewusst)

Sie ist die unbewusste Ebene unser Persönlichkeit und wird in den ersten drei Lebensjahren über unsere Bindungserfahrungen geprägt. Wie war unser Verhältnis mit unseren engsten Bezugspersonen? Sicher und vertrauensvoll oder instabil? Erfahrungen, die wir als Baby und Kleinkind machen, prägen sich tief in unser System ein und bestimmen maßgeblich, wie wir später in Kontakt gehen können. Veränderungen in dieser Ebene brauchen einen enorm hohen emotionalen Impact. Coaching auf dieser Ebene gilt als sehr langfristig und nachhaltig.

Obere limbische Ebene (Limbische Areale der Großhirnrinde, bewusst oder vorbewusst)

Hier ist abgespeichert, wie wir uns selbst als soziales Wesen wahrnehmen: kann ich kooperieren, Rücksicht auf andere nehmen, Geduld mit mir und anderen haben, kann ich Kompromisse eingehen, mich selbst verwirklichen, mich durchsetzen, bin ich zielstrebig usw. Diese Ebene entwickelt sich mit ca. 4 Jahren und ist mit ca. 19 Jahren abgeschlossen. Coaching auf dieser Ebene ist recht nachhaltig.

Kognitiv-sprachliche Ebene (linke Großhirnrinde, bewusst oder vorbewusst)

Diese Ebene beginnt sich mit ca. 3 Jahren zu entwickeln und verändert sich ein Leben lang. Sie fungiert als unser rationaler Ratgeber, wird stark von der limbischen Ebene beeinflusst, hat aber umgekehrt selbst kaum einen Einfluß auf sie. Sprich: unsere Gefühle und unser Verhalten entsprechen viel stärker den Prägungen unseres limbischen Systems als den Wünschen unseres Verstandes. Starke Emotionen rational und über die Gedanken kontrollieren zu wollen, ist also schwierig bis unmöglich. Findet ein Coaching nur auf dieser Ebene statt, sind die Ergebnisse dementsprechend nur wenig nachhaltig. Die Zeit und Energie dafür können wir uns also getrost sparen.

Persönlichkeitsentwicklung ist wenig nachhaltig, wenn ein Problem alleine auf der kognitiv-sprachlichen Ebene angegangen wird.

Amygdala und Thalamus sind über eine "quick and dirty" Verbindung nämlich ähnlich verwoben wie Dr. Jekyll mit Mr. Hyde. Das Biest lauert die ganze Zeit in uns.

Mr. Hyde: „Quick and dirty!“
Wer lange fackelt, verliert!

Die Amygdala befindet sich mitten im Gehirn und ist Teil des Limbischen Systems. Sie ist der Teil, der Situationen blitzschnell bewertet: droht Gefahr oder ist hier alles safe? Wird die Information als uninteressant gekennzeichnet, wird sie nicht weiter beachtet. Liegt der Reiz aber über einem bestimmten Niveau und erkennt die Amygdala eine Gefahr, reagiert das System blitzschnell. „Quick and dirty“ wird nicht lange gefackelt: Das Gehirn informiert das Drüsensystem und fordert es auf, umgehend gewisse Hormone zu produzieren und auszuschütten (im Falle von Stress z.B. Adrenalin). Die Hormone fluten als spezieller Cocktail durch den Körper und aktivieren umgehend die notwendigen Veränderungen im Körper: die Atmung wird schneller, die Verdauung wird eingestellt, die Herzfrequenz beschleunigt sich, die Muskeln fangen schon mal an zu kontrahieren, um sich auf die bevorstehende Flucht oder den drohenden Kampf vorzubereiten. Zackizacki!

Mr. Jekyll oder
„Der Versuch, ein Monster an die Leine zu legen“

Der rationale Teil unseres Gehirns (genauer: die sensorischen Areale des Neocortex) hat ein gewisses „Mitspracherecht“, wenn es darum geht, wie wir auf innere und äußere Reize reagieren. Er ist prinzipell dazu in der Lage, die erste Reaktion der Amygdala bewusst zu„entschärfen“. Wenn die Amygdala nicht zu sehr feuert, kann der bewusste Teil nach der ersten Schrecksekunde und dem ersten Aufbrausen wieder die Steuerung übernehmen und die erleichternde Entwarnung einleiten. „Puh… der bedrohliche Schatten dort drüben im Dunkeln war doch kein Mörder, sondern einfach nur ein gelber Sack, der an einem Gartenzaun hängt, lustig im Wind schaukelt und auf die Müllabfuhr wartet. Noch mal Glück gehabt… dann kann ich mich ja jetzt wieder beruhigen.“

Der Mensch an sich.
Eine äußerst gewagte Konstruktion.

Dummerweise ist die „bewusste“ Verbindung der Amygdala zum Neocortex (Großhirn) und Hippocampus (Teil des limbischen Systems und zuständig für das Speichern neuer Eindrücke) deutlich langsamer als die „quick and dirty“-Verbindung Amygdala-Thalamus. Sind die Reize so stark, dass das System sich entscheidet, die schnelle „quick and dirty“-Variante zu nehmen, hat die bewusste Verarbeitung des Gehirns nicht den Hauch einer Chance ihr Veto einzulegen. Wäre „quick and dirty“-Variante eine Straße, wäre es eine sechsspurige Autobahn und die bewusste, besonnene Variante ein Feldweg.
Der Mensch an sich ist insofern schon eine eigenartige Konstruktion: ein kleines bisschen Verstand soll einen T-Rex bändigen. Sehr witzig! Dass in den meisten Fällen T-Rex gewinnt, ist leider momentan noch traurige Realität: schön zu beobachten in der Politik, Talkshows, Filmen, Nachrichten, im Meeting oder „auf der Straße“. Wer oder was auch immer sich also diese Konstruktion „Mensch“ ausgedacht hat, hatte entweder eine sadistische Ader, großes Vertrauen oder großen Humor.

Mr. Hyde: „Quick and dirty!“
Wer lange fackelt, verliert!

Die Amygdala befindet sich mitten im Gehirn und ist Teil des Limbischen Systems. Sie ist der Teil, der Situationen blitzschnell bewertet: droht Gefahr oder ist hier alles safe? Wird die Information als uninteressant gekennzeichnet, wird sie nicht weiter beachtet. Liegt der Reiz aber über einem bestimmten Niveau und erkennt die Amygdala eine Gefahr, reagiert das System blitzschnell. „Quick and dirty“ wird nicht lange gefackelt: Das Gehirn informiert das Drüsensystem und fordert es auf, umgehend gewisse Hormone zu produzieren und auszuschütten (im Falle von Stress z.B. Adrenalin). Die Hormone fluten als spezieller Cocktail durch den Körper und aktivieren umgehend die notwendigen Veränderungen im Körper: die Atmung wird schneller, die Verdauung wird eingestellt, die Herzfrequenz beschleunigt sich, die Muskeln fangen schon mal an zu kontrahieren, um sich auf die bevorstehende Flucht oder den drohenden Kampf vorzubereiten. Zackizacki!

Mr. Jekyll oder
„Der Versuch, ein Monster an die Leine zu legen“

Der rationale Teil unseres Gehirns (genauer: die sensorischen Areale des Neocortex) hat ein gewisses „Mitspracherecht“, wenn es darum geht, wie wir auf innere und äußere Reize reagieren. Er ist prinzipell dazu in der Lage, die erste Reaktion der Amygdala bewusst zu„entschärfen“. Wenn die Amygdala nicht zu sehr feuert, kann der bewusste Teil nach der ersten Schrecksekunde und dem ersten Aufbrausen wieder die Steuerung übernehmen und die erleichternde Entwarnung einleiten. „Puh… der bedrohliche Schatten dort drüben im Dunkeln war doch kein Mörder, sondern einfach nur ein gelber Sack, der an einem Gartenzaun hängt, lustig im Wind schaukelt und auf die Müllabfuhr wartet. Noch mal Glück gehabt… dann kann ich mich ja jetzt wieder beruhigen.“

Der Mensch an sich.
Eine äußerst gewagte Konstruktion.

Dummerweise ist die „bewusste“ Verbindung der Amygdala zum Neocortex (Großhirn) und Hippocampus (Teil des limbischen Systems und zuständig für das Speichern neuer Eindrücke) deutlich langsamer als die „quick and dirty“-Verbindung Amygdala-Thalamus. Sind die Reize so stark, dass das System sich entscheidet, die schnelle „quick and dirty“-Variante zu nehmen, hat die bewusste Verarbeitung des Gehirns nicht den Hauch einer Chance ihr Veto einzulegen. Wäre „quick and dirty“-Variante eine Straße, wäre es eine sechsspurige Autobahn und die bewusste, besonnene Variante ein Feldweg.
Der Mensch an sich ist insofern schon eine eigenartige Konstruktion: ein kleines bisschen Verstand soll einen T-Rex bändigen. Sehr witzig! Dass in den meisten Fällen T-Rex gewinnt, ist leider momentan noch traurige Realität: schön zu beobachten in der Politik, Talkshows, Filmen, Nachrichten, im Meeting oder „auf der Straße“. Wer oder was auch immer sich also diese Konstruktion „Mensch“ ausgedacht hat, hatte entweder eine sadistische Ader, großes Vertrauen oder großen Humor.

Wenn das System ernsthaft in Stress gerät, übernehmen die tieferen Hirnstukturen das Ruder. Adieu, Besonnenheit, hallo Reptiliengehirn!!

Welche Ebenen bei einem nachhaltigen Coaching sinnvollerweise berücksichtigt werden sollten.

Ein paar Tipps aus den Neurowissenschaften.

Die im Coaching weit verbreitete verbal-kommunikative Methode arbeitet ausschließlich auf der kognitiv-sprachlichen Ebene. Vermutlich kennst Du das: die Idee, Probleme im Gespräch über gezielte Fragen zu lösen. So gut und wertvoll kommunikative Ansätze auch sind, Coachings oder Therapien, die alleine auf dieser Ebene der sogenannten „psychischen Befindlichkeit“ (Verstehen und Erleben) arbeiten, sind leider nicht besonders nachhaltig, wenn nicht zwei weitere und tiefgreifendere Ebenen ebenfalls mit berücksichtigt werden. Erst wenn auch die Körper- und Verhaltensebene in den Prozess mit einbezogen werden, findet eine umfassende und nachhaltige Lösung statt.

Verstandesebene

Bei einem aufklärenden und instruktiven Gespräch fühlt sich die bewusste kognitiv-sprachliche Großhirnrinde gewertschätzt. Dass Veränderungen auf dieser Ebene alleine nicht nachhaltig sind, brauchen wir dem kleinen Erbsenhirn ja nicht unbedingt gleich zu Beginn verraten. Der Verstand ist aber natürlich herzlich willkommen, um z.B. Verhaltensänderungen bewusst wahrzunehmen oder die Adresse des Coaches richtig ins Navi einzugeben.

Bewusste limbische Ebene

Methoden, die jenseits von Sprache auf ganz intuitive Art und Weise im bewussten limbischen System wirken, sind extrem nachhaltig. In der letzten Zeit entwickelte Methoden wie EMDR oder Havening sind hochwirksam und erfordern gleichzeitig auch noch extrem wenig Zeit, um eine Veränderung zu bewirken. Oft reicht schon eine einzige Session, um z.B. Ängste aufzulösen. Nur ein paar mehr, um ein Trauma zu verarbeiten. Man kann natürlich auch jahrelang auf der Couch liegen und immer wieder erneut von dem alten Drama erzählen.

Unbewusste limbische Ebene

Bei der unbewussten limbischen Ebene geht es darum, wie wir uns und unsere Umwelt wahrnehmen, wie wir über sie oder uns denken und wie wir uns selbst fühlen. Diese Ebene freut sich darüber, wenn eine neue Art des Erlebens und Verhaltens über einen längeren Zeitraum geduldig eingeübt wird. Ähnlich wie bei jeder neuen Tätigkeit braucht das zwar eine Weile konstantes Training, als Dankeschön revanchieren sich Veränderungen auf dieser Ebene aber mit einem anhaltenden Effekt.

Verstandesebene

Bei einem aufklärenden und instruktiven Gespräch fühlt sich die bewusste kognitiv-sprachliche Großhirnrinde gewertschätzt. Dass Veränderungen auf dieser Ebene alleine nicht nachhaltig sind, brauchen wir dem kleinen Erbsenhirn ja nicht unbedingt gleich zu Beginn verraten. Der Verstand ist aber natürlich herzlich willkommen, um z.B. Verhaltensänderungen bewusst wahrzunehmen oder die Adresse des Coaches richtig ins Navi einzugeben.

Bewusste limbische Ebene

Methoden, die jenseits von Sprache auf ganz intuitive Art und Weise im bewussten limbischen System wirken, sind extrem nachhaltig. In der letzten Zeit entwickelte Methoden wie EMDR oder Havening sind hochwirksam und erfordern gleichzeitig auch noch extrem wenig Zeit, um eine Veränderung zu bewirken. Oft reicht schon eine einzige Session, um z.B. Ängste aufzulösen. Nur ein paar mehr, um ein Trauma zu verarbeiten. Man kann natürlich auch jahrelang auf der Couch liegen und immer wieder erneut von dem alten Drama erzählen.

Unbewusste limbische Ebene

Bei der unbewussten limbischen Ebene geht es darum, wie wir uns und unsere Umwelt wahrnehmen, wie wir über sie oder uns denken und wie wir uns selbst fühlen. Diese Ebene freut sich darüber, wenn eine neue Art des Erlebens und Verhaltens über einen längeren Zeitraum geduldig eingeübt wird. Ähnlich wie bei jeder neuen Tätigkeit braucht das zwar eine Weile konstantes Training, als Dankeschön revanchieren sich Veränderungen auf dieser Ebene aber mit einem anhaltenden Effekt.

Wie werde ich diese "quick and dirty" Verbindung los?
Wie kann ich den T Rex in mir löschen?

Darauf gibt’s eine einfache, aber vielleicht ernüchternde Antwort: gar nicht. Solange es keine grundlegende Konstruktionsänderung bei der menschlichen Spezies gibt, bleibt uns unser innerer T Rex wohl noch eine Weile erhalten.

Ein paar Ideen, was Du für einen friedlich in Dir schlummernden T Rex tun kannst.

Radikale Akzeptanz

Wir dürfen uns in radikaler Akzeptanz üben und einfach anerkennen, dass in uns ein Biest wohnt, das jederzeit aktiv werden kann. Bei jedem von uns. Is' nich' schön, is' aber so. Wir dürfen also freundlich zu uns und unseren Mitmenschen sein. Wenn Du austickst, nimm es wahr. Wenn das Adrenalin schießt, nimm es wahr. Und hole Dich mit ein paar simplen Übungen einfach aus der Situation heraus. Wenn Dich jemand anschreit - sei nachsichtig. Wer weiß, was vorher alles passiert ist und warum vielleicht genau jetzt sein innerer T Rex losstürmt, um sein Leben zu verteidigen?

Amygdala depotenzieren

In uns wohnt ein kleines Monster, das unser Leben schützen möchte. So weit, so gut. Aber es heißt nicht, dass es diesen Job auch zu tun braucht, nur weil eine Socke herumliegt, der Zug zu spät kommt oder der Abwasch nicht gemacht ist. Wann immer unser Leben nicht wirklich ernsthaft bedroht ist, dürfen wir achtsam hinschauen und am besten gleich in diesem Moment Techniken anwenden, die die übereifrige Amygdala wieder in die Balance bringen. Sie meint es zwar nur gut, aber trotzdem husch... ab ins Körbchen. Der Zug kommt auch nicht pünktlicher wenn Du auf dem Bahnsteig die wilde Wutz machst.

Kommunikation über die nonverbale Ebene

Wie wäre es, wenn wir in Stressituationen aufhören würden, alleine an den Verstand des Gegenüber zu appelieren und zu versuchen, alleine mit Worten etwas bewirken zu wollen? In richtig heftigen Situationen macht das nämlich eh keinen Sinn, weil das Gegenüber auf diesem Kanal gerade nicht zugänglich ist. Die nonverbale und intuitive Ebene dominieren. Von einem aufgekratzt geschrienen "Jetzt beruhig Dich endlich!" kommt beim Gegenüber nur Stress an, nicht Ruhe. Unsere Worte sollten also mit unserem Nervensystem die gleiche Sprache sprechen.

Radikale Akzeptanz

Wir dürfen uns in radikaler Akzeptanz üben und einfach anerkennen, dass in uns ein Biest wohnt, das jederzeit aktiv werden kann. Bei jedem von uns. Is' nich' schön, is' aber so. Wir dürfen also freundlich zu uns und unseren Mitmenschen sein. Wenn Du austickst, nimm es wahr. Wenn das Adrenalin schießt, nimm es wahr. Und hole Dich mit ein paar simplen Übungen einfach aus der Situation heraus. Wenn Dich jemand anschreit - sei nachsichtig. Wer weiß, was vorher alles passiert ist und warum vielleicht genau jetzt sein innerer T Rex losstürmt, um sein Leben zu verteidigen?

Amygdala depotenzieren

In uns wohnt ein kleines Monster, das unser Leben schützen möchte. So weit, so gut. Aber es heißt nicht, dass es diesen Job auch zu tun braucht, nur weil eine Socke herumliegt, der Zug zu spät kommt oder der Abwasch nicht gemacht ist. Wann immer unser Leben nicht wirklich ernsthaft bedroht ist, dürfen wir achtsam hinschauen und am besten gleich in diesem Moment Techniken anwenden, die die übereifrige Amygdala wieder in die Balance bringen. Sie meint es zwar nur gut, aber trotzdem husch... ab ins Körbchen. Der Zug kommt auch nicht pünktlicher wenn Du auf dem Bahnsteig die wilde Wutz machst.

Kommunikation über die nonverbale Ebene

Wie wäre es, wenn wir in Stressituationen aufhören würden, alleine an den Verstand des Gegenüber zu appelieren und zu versuchen, alleine mit Worten etwas bewirken zu wollen? In richtig heftigen Situationen macht das nämlich eh keinen Sinn, weil das Gegenüber auf diesem Kanal gerade nicht zugänglich ist. Die nonverbale und intuitive Ebene dominieren. Von einem aufgekratzt geschrienen "Jetzt beruhig Dich endlich!" kommt beim Gegenüber nur Stress an, nicht Ruhe. Unsere Worte sollten also mit unserem Nervensystem die gleiche Sprache sprechen.

Unterstützende Koregulation

Wie wäre es, wenn wir uns gegenseitigt dabei unterstützen würden, den inneren T Rex wieder ins Körbchen zu schicken, falls er mal ausbüchst? Ich stelle mir gerade vor, wie in der nächsten hitzigen Bundestagsdebatte oder dem nächsten stressigen Businessmeeting sich alle gegenseitig darin unterstützen, ihr Nervensystem wieder zu beruhigen: Vielleicht ein bisschen Schattenboxen oder Hampelmänner machen, um das Adrenalin abzubauen. Oder ein paar Übungen, die gezielt den Vagusnerv triggern, um wieder zur Ruhe zu kommen. Und sich im Nachhinein bewusst werden, welcher Trigger da gerade aktiviert wurde und die Ladung auf diesem Trigger löschen. Anstatt sich in immer hitzigeren Diskussionen die Vorwürfe gegenseitig an den Kopf zu knallen bis die Situation gar ganz eskaliert.

Bewusste Sprache

Unsere Sprache ist voll von Redewendungen aus dem Krieg. Wir könnten einfach mal aufhören, sie in Kontexten zu benutzen, in denen wir auch anders wählen können, oder? Ein paar Beispiele: "Ich übe das neue Klavierstück, bis ich es kann" anstatt "...bis zur Vergasung." "Konzern X bringt ein neues Produkt auf den Markt" statt "Konzern X sagt mit seinem neuen Produkt Z Konzern Y den Kampf an." "Wir haben noch keine gemeinsame Lösung gefunden" statt "Die Fronten sind verhärtet."
Ähnliches gilt für negative Formulierungen: "Hab' Vertrauen" statt "Du brauchst keine Angst zu haben." "Sei ganz bei der Sache, wenn Du die Tomate schneidest" statt "Schneide Dich bloß nicht!"

"Don't feed the beast"

Wie schön, dass wir wählen können, ob wir unseren kleinen T Rex mit unnötigem und zusätzlichen Stress füttern oder nicht. Futter für ihn sind z.B.: der neueste Aufreger über das Ehedrama bei irgendwelchen VIP's oder Royals. Die Katastrophenmeldungen im Fernsehen aus Regionen, mit denen wir meist nichts zu tun haben und meist auch keine Möglichkeit, etwas an der Situation zu verändern. Dazu noch Thriller, Krimis, Horrofilme, Theaterstücke oder Serien, in denen sich nicht regulierte Menschen gegenseitig anschreien usw. In Großbuchstaben schreit das T Rex-Futter an den Supermarktkassen aus den Regalen. Warum eigentlich? Warum nur ist ein Einhorn, das mit seinen Freunden über die Wiese tanzt und sich des Lebens freut, spätestens in der Grundschule out? Hm...

Unterstützende Koregulation

Wie wäre es, wenn wir uns gegenseitigt dabei unterstützen würden, den inneren T Rex wieder ins Körbchen zu schicken, falls er mal ausbüchst? Ich stelle mir gerade vor, wie in der nächsten hitzigen Bundestagsdebatte oder dem nächsten stressigen Businessmeeting sich alle gegenseitig darin unterstützen, ihr Nervensystem wieder zu beruhigen: Vielleicht ein bisschen Schattenboxen oder Hampelmänner machen, um das Adrenalin abzubauen. Oder ein paar Übungen, die gezielt den Vagusnerv triggern, um wieder zur Ruhe zu kommen. Und sich im Nachhinein bewusst werden, welcher Trigger da gerade aktiviert wurde und die Ladung auf diesem Trigger löschen. Anstatt sich in immer hitzigeren Diskussionen die Vorwürfe gegenseitig an den Kopf zu knallen bis die Situation gar ganz eskaliert.

Bewusste Sprache

Unsere Sprache ist voll von Redewendungen aus dem Krieg. Wir könnten einfach mal aufhören, sie in Kontexten zu benutzen, in denen wir auch anders wählen können, oder? Ein paar Beispiele: "Ich übe das neue Klavierstück, bis ich es kann" anstatt "...bis zur Vergasung." "Konzern X bringt ein neues Produkt auf den Markt" statt "Konzern X sagt mit seinem neuen Produkt Z Konzern Y den Kampf an." "Wir haben noch keine gemeinsame Lösung gefunden" statt "Die Fronten sind verhärtet."
Ähnliches gilt für negative Formulierungen: "Hab' Vertrauen" statt "Du brauchst keine Angst zu haben." "Sei ganz bei der Sache, wenn Du die Tomate schneidest" statt "Schneide Dich bloß nicht!"

"Don't feed the beast"

Wie schön, dass wir wählen können, ob wir unseren kleinen T Rex mit unnötigem und zusätzlichen Stress füttern oder nicht. Futter für ihn sind z.B.: der neueste Aufreger über das Ehedrama bei irgendwelchen VIP's oder Royals. Die Katastrophenmeldungen im Fernsehen aus Regionen, mit denen wir meist nichts zu tun haben und meist auch keine Möglichkeit, etwas an der Situation zu verändern. Dazu noch Thriller, Krimis, Horrofilme, Theaterstücke oder Serien, in denen sich nicht regulierte Menschen gegenseitig anschreien usw. In Großbuchstaben schreit das T Rex-Futter an den Supermarktkassen aus den Regalen. Warum eigentlich? Warum nur ist ein Einhorn, das mit seinen Freunden über die Wiese tanzt und sich des Lebens freut, spätestens in der Grundschule out? Hm...

Das kann mir doch nicht passieren! Pustekuchen...

Als meine Amygdala meinen inneren T-Rex aktivierte und er anfing, mich mitten in der U-Bahn zu leben.
Eine Beispielgeschichte.

Ich bin in Berlin in der U-Bahn, als mein innerer T-Rex mich übernimmt: Ich stehe auf dem Bahnsteig, umzingelt von drei Fahrtkartenkontrolleuren. Meine Knie drohen nachzugeben und ich breche unter ihren Blicken in Tränen aus. Unter Schluchzen und größter Konzentration versuche ich zu erklären, warum ich keinen gültigen Fahrschein habe. Ich bin das reinste Nervenbündel und weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Von meiner sonst so gewohnten „normalen“ inneren Ruhe ist gerade nichts mehr übrig. Alle Gelassenheit – einfach restlos weg. Mein System ist gerade völlig out of order und hat das Ruder den tieferen Hirnregionen überlassen, die irgendwo zwischen Angst, Panik, Flucht und Totstell-Modus hin und herschwanken und versuchen, mich irgendwie am Leben zu halten.

Ich bin in Berlin in der U-Bahn, als mein innerer T-Rex mich übernimmt: Ich stehe auf dem Bahnsteig, umzingelt von drei Fahrtkartenkontrolleuren. Meine Knie drohen nachzugeben und ich breche unter ihren Blicken in Tränen aus. Unter Schluchzen und größter Konzentration versuche ich zu erklären, warum ich keinen gültigen Fahrschein habe. Ich bin das reinste Nervenbündel und weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Von meiner sonst so gewohnten „normalen“ inneren Ruhe ist gerade nichts mehr übrig. Alle Gelassenheit – einfach restlos weg. Mein System ist gerade völlig out of order und hat das Ruder den tieferen Hirnregionen überlassen, die irgendwo zischen Angst, Panik, Flucht und Totstell-Modus hin und herschwanken und versuchen, mich irgendwie am Leben zu halten.

Der Schock durch einen Autounfall

Ich mache mich an diesem Tag mit dem Auto auf den Weg nach Berlin zur Ausbildung zum Atempädagogen. Schnee und Eis bedecken die Autobahnen. Stellenweise geht nicht mehr als 30kmh. Es ist glatt, rutschig, viel Verkehr und anstrengend zu fahren. Vor mir kommt plötzlich ein LKW ins Schlingern. Ich trete auf die Bremse… und das Heck meines Autos bricht aus. Donnernd krache ich mit meinem Auto frontal erst in die Mittelleitplanke, drehe mich, rutsche dann mit dem Heck in die Außenleitplanke und wieder zurück in die Mittelleitplanke. Wie durch ein Wunder kann ich mit meinem Auto trotzdem noch weiterfahren und schaffe es irgendwie zur nächsten Ausfahrt und zur nächsten Werkstatt. Wie, ist mir im Nachhinein völlig schleierhaft. Filmriss.
Völlig unter Schock schaffe ich es zusammen mit den Menschen der Werkstatt, meine Weiterfahrt mit dem Zug zu organisieren, einen Abschleppdienst einzuschalten, die Versicherung zu verständigen und meine Mum und meinen Freund anzurufen. Meine Wirbelsäule fühlt sich an, als hätte ich einen Stock verschluckt. Fest, steif, unbeweglich. Endlich im Zug huschen meine Augen dann durch das Zugabteil und scannen die Umgebung nach der nächsten Gefahr, die hier sicherlich irgendwo lauert. Ich komme mir vor wie ein verwundetes Tier.

Zusammenbruch in der U-Bahn

In Berlin angekommen ziehe ich ein Ticket für die U-Bahn, entwerte es ordnungsgemäß und nehme die richtige U-Bahn. Ich stehe absolut neben mir, bin mit den Nerven am Ende und so verpeilt, dass ich eine Station zu weit fahre. Ich steige aus, nehme die nächste Bahn zurück, und da schallt es in der Bahn: „Fahrkartenkontrolle! Die Fahrscheine bitte!“ Mein Fahrschein gilt aber natürlich für „in die falsche Richtung fahren“ nicht. Sie bitten mich, aus der U-Bahn auszusteigen und mitzukommen. Und so stehen wir jetzt hier. Ich als sündiger Schwarzfahrer ohne gültigen Fahrschein, sie mit ihren prüfenden Blicken und drohenden Strafzetteln. Das ist der Moment, in dem endgültig alles in mir zusammenbricht. Mir ist alles zuviel. Die Fahrtkartenkontrolleure haben ein Nachsehen mit mir, lassen mich ohne Verwarnung gehen, nennen mir die richtige Linie und helfen mir sogar noch, den richtigen Bahnsteig zu finden. Ich bin ihnen so unendlich dankbar!

Komplette Heilung durch sanfte Atem- und Körperübungen und Feldenkrais

In den nächsten Tagen erlebe ich am eigenen Leib, wie sich der Unfallschock in kürzester Zeit aus meinem Zellgedächtnis verabschiedet ohne auch nur die geringste Spur zu hinterlassen. Während der Ausbildung genießt mein Körper die unendlich langsamen und sanften Bewegungen der verschiedenen Atemübungen. Bei jeder einzelnen Bewegung lausche ich nach innen. Fühlt sich die Bewegung gut an? Kann mein Atem ihr folgen oder zieht er sich verschreckt zurück? Ganz langsam fasst mein Körper wieder Vertrauen, mein Nervensystem reguliert sich wieder. Die abendlichen zusätzlichen Feldenkraisstunden tragen ebenfalls dazu bei, mein System wieder zu rekalibrieren.

Ich habe meinen inneren T-Rex kennengelernt

Der Unfall hat mir eine wunderbare Erfahrung ermöglicht. Mit meinem gesamten Erwachsenenwissen weiß ich jetzt, wie schnell die Überlebensprogramme in meinem System das Ruder übernehmen können. Wie nahe ich an meinen „tierischen“ Instinkten gebaut bin. Und wie es sich anfühlt, wenn der Neocortex einfach kaum noch regulierend eingreifen kann. An diesem Tag habe ich meinen inneren T-Rex kennengelernt.

Buchtipps und Artikel über Neurocoaching